FLUGPLATZ OFFENBURG
BIOSPHÄRE - BIOTOP

08.11.2025
Datenschutz

Copyright Michael JOACHIM
(Zweckgebunden für den Erhalt des Flugplatzes und der Wiesen sind Texte und Bilder zur Veröffentlichungfrei gegeben)

Link zu Geschichte des Flugplatzes Offenburg
Link zu politischem Satus des Flugplatz Offenburg

FLORA FAUNA GUTACHTEN WIND
ÜBERSICHT
UMWELTVERTRÄGLICHKEIT LEBENSQUALITÄT AUSGLEICHSFLÄCHEN

ÜBERSICHT

Öko- Gutachten zum Flugplatz Offenburg 2023
Scrollen Sie im Frame unten, um das Gutachten ganz zu lesen.

Eine kurze Zusammenfassung des Gutachtens zum Artenschutz
Es sind eine Reihe von Ausnahmegenehmigungen vom BNatSchG nötig, um dieses Gelände bebauen zu dürfen.

Über die Erkenntnisse des Gutachtens hinaus wurden am Flugplatz weitere bedrohte Arten gefunden,

zum Beispiel die Kreuzkröte, siehe Link zu "FAUNA"

Weitere Infos zum Flugplatz Offenburg


Die Grasbahn auf dem Flugplatz Offenburg:
Auf dem extensiv bewirtschafteten Gelände wurden nie Dünger oder Pflanzenschutzmittel aufgebracht. Ohne Menschen und Hunde können sich hier auf einer mehrjährigen Blühwiese Pflanzen und Tiere ungestört entwickeln.
Zusammen mit dem Königswaldsee und dem Mooswald bildet der Flugplatz ein Biosphären-Reservat für eine Vielzahl von Tieren, insbesondere Insekten, die in der umliegenden Agrarlandschaft trotz Bio-Musterregion Ortenau keinen passenden Lebensraum mehr finden.

Im nur teilweise gemähten Zustand zeigen sich verschiedene Vegetationsbereiche auf dem sandigen Untergrund. Von einer artenreichen Magerwiese bis zur steppenartigen Trockenzone finden sich verschiedene Biosphären mit einer großen Diversität von Flora und Fauna.

Unzählige Insekten erfreuen sich an der Pflanzenvielfalt, bis diese im Hochsommer als Futter-Heu im Ponyhof Verwendung findet. Dazu muss das Gras allerdings ausreifen und wird erst nach der Blüte aber vor dem Aussamen gemäht. Böse Zungen behaupten, der Flugplatz sei deshalb "verlottert".

-

Suche nach Rehkitze vor dem Mähen

Die Thymian-Steppe blüht im Frühling.

Vergissmeinnicht dominieren am Tower, April 23

-

Reiherschnabel erobert sich einen Bereich im April 23

-

Die Wildwechsel im Gras zeugen von größeren Tieren

-

Die Blumenwiese im Mai 2022

-

Die Blütepracht im Juli 2022

-

Pilze im Herbst 24

-

Bienenstöcke vor der JVA.

-


Auf den sandigen, trockenen Bereichen fühlen sich Thymian und Habichtskraut wohl.

Die zweite Thymianblüte im Oktober ist bei Insekten sehr beliebt

-

Übrigens: Bevor die Wiese in Teilen zwei mal im Jahr gemäht wird, suchen Jagdpächter und die Poilzei mit Kameradrohnen nach Rehkitzen ...
und finden / retten auch welche.

-

 

AUSZUG AUS DEM ÖKO-GUTACHTEN 2023

Auszug aus dem Gutachten der Fliegergruppe Offenburg von 2023

Auf dem Flugplatz gesicherte Vogelarten:
Auf der Vorwarnliste stehen davon:
Amsel
Blaumeise
Buchfink
Dorngrasmücke
Gartenbaumläufer
Gartengrasmücke
Goldammer
Grünspecht
Hausrotschwanz
Haussperling
Heckenbraunelle
Klappergrasmücke
Kohlmeise
Mönchsgrasmücke
Neuntöter
Pirol
Rotkehlchen
Sommergoldhähnchen
Star
Sumpfrohrsänger
Wacholderdrossel
Zaunkönig
Zilpzalp
Der Grünspecht ist streng geschützt
Auf der ROTEN-LISTE stehen:
Pirol und Star.
Unter die Vogelschutzrichtlinie fällt der
Neuntöter.
Streng geschützte regelmäßige Gastflieger:
Mäusebussard, Rotmilan, Schwarzmilan, Turmfalke, Rauchschwalbe, Weißstorch.
Star, Grünspecht, Ringeltaube und Wacholderdrossel wurden
regelmäßig bei der Nahrungssuche beobachtet.

Tagfalter:
V = Vorwarnliste,
b = nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt:
Kleines Wiesenvögelchen * * b
A Großes Ochsenauge
Zwergbläuling V
Zitronenfalter
Tagpfauenauge
Hauhechelbläuling * * b
Kleiner Feuerfalter V * *
Kleiner Fuchs
Kleiner Kohlweißling
Grünader-Weißling

Flugplatz Grünland, gesicherte Arten:
Schwarz: Nachgewiesene Arten aus der Artenliste gem. LUBW (2016)
rot = sonstige Arten
Gew. Wiesenschafgarbe 2 X x X
Rotes Straußgras 3 -x X
Kriechender Günsel 2 -x X
Gew. Ruchgras 3 X -X
Acker-Schmalwand ---X --
Glatthafer 2 X X X
Gänseblümchen 1c X --
Weiche Traspe (1c) X --
Zaun-Winde ---X --
Wiesen-Glockenblume 3 -X X
Wiesen-Flockenblume 3 X X X
Armhaariges Hornkraut 2 X --
Wiesen-Knäuelgras (1a) 2 X X X
Wilde Möhre 3 X X X
Wiesen-Schwingel 2 - X X
Echter Rotschwingel 3 X X X
Wiesen-Labkraut 2 X X X
Wolliges Honiggras 2 - X X
Echtes Johanniskraut [1b] - - -
Gew. Ferkelkraut 2 X - X
Acker-Witwenblume 3 - X X
Wiesen-Platterbse 2 - X -
Margerite 3 X X X
Hornklee 3 X X X
Hasenbrot 3 - X X
Kuckucks-Lichtnelke 3 - X X
Moschus-Malve 1b,c X - -
Buntes Vergissmeinnicht - - - X - X
Wiesenlieschgras 1a,d - X -
Spitz-Wegerich 2 X X X
Wiesen-Rispengras 2 X X X
Scharfer Hahnenfuß 2 X X X
Kleiner Klappertopf 3 - - X
Wiesen-Sauerampfer 2 X AX X
Knöllchen-Steinbrech 3 X X X
Jakobs-Kreuzkraut 1b,c - X X
Arznei-Thymian 3 X X X
Feld-Klee - - - X X -
Rot-Klee 2 X X X
Gew. Goldhafer 2 - X -
Feld-Ehrenpreis 2 X - -
Zaun-Wicke 2 X X Xl

Auf dem Flugplatz gesicherte Reptilien:
Entlang der Zäune , im Besonderen auf der Westseite des Flugplatzes finden sich:
Kreuzkröten, Mauereidechsen und Zauneidechsen / Smaragdeidechsen
Diese Arten sind gem. Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt und im Anhang IV der FFH-Richtlinie aufgeführt.

 

UMWELTVERTRÄGLICHKEITSSTUDIE

Beitrag von RP Freiburg am 27.09.2022,
Quelle: https://www.karte-b33-elgersweier.de/ideen-und-kommentare/

https://rpf.baden-wuerttemberg.de/abt4/ref44/strassenplanungen/b33-ausbau-im-kinzigtal/autobahnzubringer-offenburg-sued/

Zitat RP Freiburg unter der Überschrift: Umweltverträglichkeitsstudie + Flugplatz

https://www.karte-b33-elgersweier.de/ideen-und-kommentare/#:~:text=Umweltvertr%C3%A4glich%2Dkeitsstudie%20%2B%20Flugplatz

"Auf dem Flughafenplatzgelände ist eine artenreiche Wiesenvegetation, möglicherweise mit seltenen Insekten, zu erwarten. Im Rahmen der Umweltverträgöichkeitsstudie (!) werden die Biotoptypen genau erhoben und in ihrer Schutzwürdigkeit bewertet. Auch geschützte Insektenarten werden bei vorkommen von „Futterpflanzen“ für seltene Arten von fachkundigen Biologen erfasst."

UMWELTPRÜFUNG FNP DER VG OFFENBURG
Quelle: Seite 4 bis 12: https://www.offenburg.de/media/download/variant/16620/umweltbericht_steckbriefe.pdf
Auszug / Zitat:

Umweltbericht
Datum: 18.02.2009 ?

Kernstadt Offenburg - GRO Teilgebiet Offenburg G
Nr. 1.1.14b siehe 3.1.9,

Klima und Luft
• Lage in Kaltluftsee
• Lage in Flurwindgebiet mit Siedlungsbezug
• Kaltluftentstehungsgebiet mit Siedlungsbezug
• Gefahr der Barrierewirkung für nachfolgende Wohngebiete
• Lage an überregional und regional bedeutsamer Luftleitbahn

Hinweise zur Vermeidung und Verringerung nachteiliger Auswirkungen:
• Archäologische Funde sind der unteren Denkmalbehörde zu melden.
• Erhalt des Geschützten Grünbestands und der hochwertigen Grünfläche
• Auf eine Begrenzung der Gebäudehöhe sowie eine Südost-Nordwest-Ausrichtung der Gebäude um die
Durchlüftung auch der nachfolgenden Gebiete zu gewährleisten ist zu achten
• ggf. Auftrag bindiger Deckschichten bzw. Ausschluss von grundwassergefährdenden Nutzungen
• Zur Vermeidung emissionsschutzrechtlicher Konflikte durch den Einsatz von Pflanzenschutzmittel wird die
Anlage von Abschirmstreifen empfohlen.

Hinweise zum Kompensationserfordernis nachteiliger Auswirkungen:
Nachteilige Auswirkungen ergeben sich hauptsächlich für das Grundwasser und die Freiraumstruktur inklusive
des Luftaustausches und der Erholungsvorsorge.
Umsetzung bzw. Stärkung des Erholungsflächenkonzeptes im Grüngürtel, attraktive Wegeverbindungen für die
Erholungsnutzung ausbilden und erhalten.

Zusammenfassende Beurteilung der Verträglichkeit:
Die Umsetzung der Planung ist mit erheblichen Beeinträchtigungen der Umweltbelange behaftet.

Empfehlung:
Von einer Umsetzung der Fläche wird abgeraten. Wird die Fläche nach Umsetzung der anderen möglichen
Standorte in und um Offenburg dennoch benötigt sind die oben genannten Hinweise unbedingt zu beachten.

 

LEBENSQUALITÄT

Zum Thema Lebensqualität in Offenburg:
Der Flugplatz leigt im Bereich des Gewerbeparks Offenburg hoch3
Da wird geworben mit weichen Standortvorteilen, die man mit dem Gewerbepark zum Teil zerstören wird:

Quelle : https://hoch3-gro.de/index.php/startschuss.html
(21.02.2023)
Zitat:
OPTIMALE BEDINGUNGEN ERFOLGSFAKTOR LEBENSQUALITÄT:
Stichwort work-life-balance. Bekanntlich entscheiden sogenannte „weiche Faktoren“, wer bei der Industrieansiedlung die Nase vorn hat. Dazu gehören eine reizvolle Landschaft und ein reichhaltiges und interessantes Kulturleben. Aber auch soziale und schulische Angebote feilen mit am Image einer erfolgreichen Wirtschaftsregion. Ein breites und zeitgemäßes schulisches Spektrum wird heutzutage einfach erwartet. Die Frage der Kinderbetreuung ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer existentiell. KONKRET: Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Das ist für den Gewerbepark hoch³ nicht zu viel versprochen. hoch³ liegt in einer der schönsten Regionen Deutschlands. Das Oberzentrum Offenburg bietet Mittelbadens größte Messe, unzählige Kulturevents in Reithalle und anderen Spielstätten, ein Multiplex-Kino der Extraklasse sowie Sportereignisse, wie den hoch³-Firmenlauf. Auch das soziale Umfeld – Schullandschaft und Kinderbetreuung – ist herausragend. hoch³ bietet allen Grund für eine ausgeglichene work-life-balance.
FAZIT: Aufgrund der Nähe zum Oberzentrum Offenburg garantiert der Gewerbepark hoch3 enorm viel Lebensqualität.

 

AUSGLEICHSFLÄCHEN

Die Stadt Offenburg schafft Ausgleichsflächen in Form von Kreisel-Begrünung und bezuschusst private Ausgleichsflächen:
Link zum PDF-Download, Offenblatt vom 8.4.23 , Seite 5, Mehr Raum für Vögel und Insekten
Bei allen etwa 15 Kreiselflächen der Gemarkung Offenburg zusammen gäbe das eine Fläche 0,70 ha. nicht zusammenhängende Flächen, ohne See oder Wald als verbundene Biosphäre im Gegensatz zu etwa 25 ha Flugplatz. Die Kreiselflächen ziehen vielleicht ein paar Schmetterlinge an, die dann vom Verkehr drumherum zerfahren werden, nicht aber Vögel u.s.w. ....

 

WOHER DER WIND WEHT

In der Gemeinderatssitzung vom 30.02.23 wurde von einer von der Stadt beauftragten Firma behauptet, dass sich Klimaveränderungen durch die Bebauung des Flugplatzes nicht auf die benachbarten Siedlungen auswirke, nur der Kaltluftsee am Flugplatz sei betroffen und damit lediglich die JVA. Wer schon mal an einem Sommerabend in der Gegend gegrillt hat, weiß, woher der Wind weht. Die Statistik der Wetterstation der Fachhochschule, 700 m vom Flugplatz entfernt, beweist die Existenz des "Kinzigtälers", einen kühlen "katabatischen Fallwind", der am Abend nach einem warmen Sommetag aus dem Kinzigtal ins Rheintal strömt. "Orographische Gegebenhieten" führen am engen Talausgang zunächst zu einer Beschleunigung am Hohen Horn und Ortenberger Schloß und danach im Rheintal zu einer Beruhigung und der Bildung von Kaltluftseen. Diese Verhältnisse sind an manchen Tagen anhand unterschiedlicher Nebelbildung in Kinzig- und Rheintal gut zu sehen.
Die Offenburer Segelflieger kennen und nutzen diese Winderscheinungen seit vielen Jahren.
Da dieser Wind wegen seiner Kühle nur bodennah strömt, wird er von gröberen Wettermodellen nicht erfasst.
Verlässt sich ein fremder Gutachter auf überregionale Wettermodelle, kann er diese Strömung nicht erkennen.

Link auf die Wetterseite: Statistik/Wind der FG-Offenburg