
Die Grasbahn auf dem Flugplatz Offenburg:
Auf dem extensiv bewirtschafteten Gelände wurden nie Dünger
oder Pflanzenschutzmittel aufgebracht. Ohne Menschen und Hunde können
sich hier auf einer mehrjährigen Blühwiese Pflanzen und Tiere
ungestört entwickeln.
Zusammen mit dem Königswaldsee und dem Mooswald bildet der Flugplatz
ein Biosphären-Reservat für eine Vielzahl von Tieren, insbesondere
Insekten, die in der umliegenden Agrarlandschaft trotz Bio-Musterregion
Ortenau keinen passenden Lebensraum mehr finden.
Im nur teilweise gemähten Zustand zeigen sich verschiedene Vegetationsbereiche
auf dem sandigen Untergrund. Von einer artenreichen Magerwiese bis zur
steppenartigen Trockenzone finden sich verschiedene Biosphären mit
einer großen Diversität von Flora und Fauna.
Unzählige Insekten erfreuen sich an der Pflanzenvielfalt, bis diese
im Hochsommer als Futter-Heu im Ponyhof Verwendung findet. Dazu muss das
Gras allerdings ausreifen und wird erst nach der Blüte aber vor dem
Aussamen gemäht. Böse Zungen behaupten, der Flugplatz sei deshalb
"verlottert".
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| Auszug aus dem Gutachten der Fliegergruppe Offenburg von 2023
Auf dem Flugplatz gesicherte Vogelarten:
Auf der Vorwarnliste stehen davon:
Amsel
Blaumeise
Buchfink
Dorngrasmücke
Gartenbaumläufer
Gartengrasmücke
Goldammer
Grünspecht
Hausrotschwanz
Haussperling
Heckenbraunelle
Klappergrasmücke
Kohlmeise
Mönchsgrasmücke
Neuntöter
Pirol
Rotkehlchen
Sommergoldhähnchen
Star
Sumpfrohrsänger
Wacholderdrossel
Zaunkönig
Zilpzalp
Der Grünspecht ist streng geschützt
Auf der ROTEN-LISTE stehen:
Pirol und Star.
Unter die Vogelschutzrichtlinie fällt der
Neuntöter.
Streng geschützte regelmäßige Gastflieger:
Mäusebussard, Rotmilan, Schwarzmilan, Turmfalke,
Rauchschwalbe, Weißstorch.
Star, Grünspecht, Ringeltaube und Wacholderdrossel
wurden
regelmäßig bei der Nahrungssuche beobachtet.
Tagfalter:
V = Vorwarnliste,
b = nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt:
Kleines Wiesenvögelchen * * b
A Großes Ochsenauge
Zwergbläuling V
Zitronenfalter
Tagpfauenauge
Hauhechelbläuling * * b
Kleiner Feuerfalter V * *
Kleiner Fuchs
Kleiner Kohlweißling
Grünader-Weißling
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Flugplatz Grünland, gesicherte Arten:
Schwarz: Nachgewiesene Arten aus der Artenliste gem. LUBW (2016)
rot = sonstige Arten
Gew. Wiesenschafgarbe 2 X x X
Rotes Straußgras 3 -x X
Kriechender Günsel 2 -x X
Gew. Ruchgras 3 X -X
Acker-Schmalwand ---X --
Glatthafer 2 X X X
Gänseblümchen 1c X --
Weiche Traspe (1c) X --
Zaun-Winde ---X --
Wiesen-Glockenblume 3 -X X
Wiesen-Flockenblume 3 X X X
Armhaariges Hornkraut 2 X --
Wiesen-Knäuelgras (1a) 2 X X X
Wilde Möhre 3 X X X
Wiesen-Schwingel 2 - X X
Echter Rotschwingel 3 X X X
Wiesen-Labkraut 2 X X X
Wolliges Honiggras 2 - X X
Echtes Johanniskraut [1b] - - -
Gew. Ferkelkraut 2 X - X
Acker-Witwenblume 3 - X X
Wiesen-Platterbse 2 - X -
Margerite 3 X X X
Hornklee 3 X X X
Hasenbrot 3 - X X
Kuckucks-Lichtnelke 3 - X X
Moschus-Malve 1b,c X - -
Buntes Vergissmeinnicht - - - X - X
Wiesenlieschgras 1a,d - X -
Spitz-Wegerich 2 X X X
Wiesen-Rispengras 2 X X X
Scharfer Hahnenfuß 2 X X X
Kleiner Klappertopf 3 - - X
Wiesen-Sauerampfer 2 X AX X
Knöllchen-Steinbrech 3 X X X
Jakobs-Kreuzkraut 1b,c - X X
Arznei-Thymian 3 X X X
Feld-Klee - - - X X -
Rot-Klee 2 X X X
Gew. Goldhafer 2 - X -
Feld-Ehrenpreis 2 X - -
Zaun-Wicke 2 X X Xl
Auf dem Flugplatz gesicherte Reptilien:
Entlang der Zäune , im Besonderen auf der Westseite des Flugplatzes
finden sich:
Kreuzkröten, Mauereidechsen und Zauneidechsen
/ Smaragdeidechsen
Diese Arten sind gem. Bundesnaturschutzgesetz besonders
und streng geschützt und im Anhang IV der FFH-Richtlinie aufgeführt.
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UMWELTVERTRÄGLICHKEITSSTUDIE
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Beitrag von
RP Freiburg am 27.09.2022,
Quelle: https://www.karte-b33-elgersweier.de/ideen-und-kommentare/
https://rpf.baden-wuerttemberg.de/abt4/ref44/strassenplanungen/b33-ausbau-im-kinzigtal/autobahnzubringer-offenburg-sued/
Zitat RP Freiburg unter der Überschrift: Umweltverträglichkeitsstudie
+ Flugplatz
https://www.karte-b33-elgersweier.de/ideen-und-kommentare/#:~:text=Umweltvertr%C3%A4glich%2Dkeitsstudie%20%2B%20Flugplatz
"Auf dem Flughafenplatzgelände ist eine artenreiche Wiesenvegetation,
möglicherweise mit seltenen Insekten, zu erwarten. Im Rahmen der
Umweltverträgöichkeitsstudie (!) werden die Biotoptypen genau
erhoben und in ihrer Schutzwürdigkeit bewertet. Auch geschützte
Insektenarten werden bei vorkommen von „Futterpflanzen“ für seltene
Arten von fachkundigen Biologen erfasst."
UMWELTPRÜFUNG FNP DER VG OFFENBURG
Quelle: Seite 4 bis 12: https://www.offenburg.de/media/download/variant/16620/umweltbericht_steckbriefe.pdf
Auszug / Zitat:

Umweltbericht
Datum: 18.02.2009 ?
Kernstadt Offenburg - GRO Teilgebiet Offenburg G
Nr. 1.1.14b siehe 3.1.9,
Klima und Luft
• Lage in Kaltluftsee
• Lage in Flurwindgebiet mit Siedlungsbezug
• Kaltluftentstehungsgebiet mit Siedlungsbezug
• Gefahr der Barrierewirkung für nachfolgende Wohngebiete
• Lage an überregional und regional bedeutsamer Luftleitbahn
Hinweise zur Vermeidung und Verringerung nachteiliger Auswirkungen:
• Archäologische Funde sind der unteren Denkmalbehörde zu melden.
• Erhalt des Geschützten Grünbestands und der hochwertigen Grünfläche
• Auf eine Begrenzung der Gebäudehöhe sowie eine Südost-Nordwest-Ausrichtung
der Gebäude um die
Durchlüftung auch der nachfolgenden Gebiete zu gewährleisten
ist zu achten
• ggf. Auftrag bindiger Deckschichten bzw. Ausschluss von grundwassergefährdenden
Nutzungen
• Zur Vermeidung emissionsschutzrechtlicher Konflikte durch den Einsatz
von Pflanzenschutzmittel wird die
Anlage von Abschirmstreifen empfohlen.
Hinweise zum Kompensationserfordernis nachteiliger Auswirkungen:
Nachteilige Auswirkungen ergeben sich hauptsächlich für das
Grundwasser und die Freiraumstruktur inklusive
des Luftaustausches und der Erholungsvorsorge.
Umsetzung bzw. Stärkung des Erholungsflächenkonzeptes im Grüngürtel,
attraktive Wegeverbindungen für die
Erholungsnutzung ausbilden und erhalten.
Zusammenfassende Beurteilung der Verträglichkeit:
Die Umsetzung der Planung ist mit erheblichen Beeinträchtigungen
der Umweltbelange behaftet.
Empfehlung:
Von einer Umsetzung der Fläche wird abgeraten. Wird die Fläche
nach Umsetzung der anderen möglichen
Standorte in und um Offenburg dennoch benötigt sind die oben genannten
Hinweise unbedingt zu beachten. |
LEBENSQUALITÄT
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Zum Thema
Lebensqualität in Offenburg:
Der Flugplatz leigt im Bereich des Gewerbeparks Offenburg hoch3
Da wird geworben mit weichen Standortvorteilen, die man mit dem Gewerbepark
zum Teil zerstören wird:
Quelle : https://hoch3-gro.de/index.php/startschuss.html
(21.02.2023)
Zitat:
OPTIMALE BEDINGUNGEN ERFOLGSFAKTOR LEBENSQUALITÄT:
Stichwort work-life-balance. Bekanntlich entscheiden sogenannte „weiche
Faktoren“, wer bei der Industrieansiedlung die Nase vorn hat. Dazu gehören
eine reizvolle Landschaft und ein reichhaltiges und interessantes Kulturleben.
Aber auch soziale und schulische Angebote feilen mit am Image einer erfolgreichen
Wirtschaftsregion. Ein breites und zeitgemäßes schulisches Spektrum wird
heutzutage einfach erwartet. Die Frage der Kinderbetreuung ist für
Arbeitgeber und Arbeitnehmer existentiell. KONKRET: Arbeiten, wo andere
Urlaub machen. Das ist für den Gewerbepark hoch³ nicht zu viel versprochen.
hoch³ liegt in einer der schönsten Regionen Deutschlands. Das Oberzentrum
Offenburg bietet Mittelbadens größte Messe, unzählige Kulturevents in
Reithalle und anderen Spielstätten, ein Multiplex-Kino der Extraklasse
sowie Sportereignisse, wie den hoch³-Firmenlauf. Auch das soziale Umfeld
– Schullandschaft und Kinderbetreuung – ist herausragend. hoch³ bietet
allen Grund für eine ausgeglichene work-life-balance.
FAZIT: Aufgrund der Nähe zum Oberzentrum Offenburg
garantiert der Gewerbepark hoch3 enorm viel Lebensqualität.
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AUSGLEICHSFLÄCHEN
Die Stadt Offenburg schafft Ausgleichsflächen in Form von Kreisel-Begrünung
und bezuschusst private Ausgleichsflächen:
Link
zum PDF-Download, Offenblatt vom 8.4.23 , Seite 5, Mehr Raum für
Vögel und Insekten
Bei allen etwa 15 Kreiselflächen der Gemarkung Offenburg zusammen
gäbe das eine Fläche 0,70 ha. nicht zusammenhängende Flächen,
ohne See oder Wald als verbundene Biosphäre im Gegensatz zu etwa
25 ha Flugplatz. Die Kreiselflächen ziehen vielleicht ein paar Schmetterlinge
an, die dann vom Verkehr drumherum zerfahren werden, nicht aber Vögel
u.s.w. ....
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WOHER DER
WIND WEHT
In der Gemeinderatssitzung vom 30.02.23 wurde von einer von der Stadt
beauftragten Firma behauptet, dass sich Klimaveränderungen durch die Bebauung
des Flugplatzes nicht auf die benachbarten Siedlungen auswirke, nur der
Kaltluftsee am Flugplatz sei betroffen und damit lediglich die JVA. Wer
schon mal an einem Sommerabend in der Gegend gegrillt hat, weiß,
woher der Wind weht. Die Statistik der Wetterstation der Fachhochschule,
700 m vom Flugplatz entfernt, beweist die Existenz des "Kinzigtälers",
einen kühlen "katabatischen Fallwind", der am Abend nach
einem warmen Sommetag aus dem Kinzigtal ins Rheintal strömt. "Orographische
Gegebenhieten" führen am engen Talausgang zunächst zu einer
Beschleunigung am Hohen Horn und Ortenberger Schloß und danach im
Rheintal zu einer Beruhigung und der Bildung von Kaltluftseen. Diese Verhältnisse
sind an manchen Tagen anhand unterschiedlicher Nebelbildung in Kinzig-
und Rheintal gut zu sehen.
Die Offenburer Segelflieger kennen und nutzen diese Winderscheinungen
seit vielen Jahren.
Da dieser Wind wegen seiner Kühle nur bodennah strömt, wird
er von gröberen Wettermodellen nicht erfasst.
Verlässt sich ein fremder Gutachter auf überregionale Wettermodelle,
kann er diese Strömung nicht erkennen.
Link auf
die Wetterseite: Statistik/Wind der FG-Offenburg
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